Aktuelles
Start des Vorverkaufs am 13. August 2026
In diesem Jubiläumsjahr startet der Kartenvorverkauf am Donnerstag, 13.August 2026 - für Mitglieder des bilderhaus e.V. exklusiv schon am Montag, 3.August 2026
Jubiläumsprogramm im 40. Gschwender musikwinter
40 Jahre musikwinter – gewachsen aus der Geschichte, offen für neue Perspektiven. Zweifellos ruft diese Saison ruft nach einem besonderen Programm. Einige Highlights: Der musikwinter startet am 17. Oktober 2026 mit dem Eröffnungskonzert der legendären Jan Garbarek Group. Der norwegische Saxophonist hat den musikwinter fast von Anfang an begleitet und wird Sie auch im Jubiläumsjahr mit seinem klaren, ausdrucksstarken Spiel begeistern. Dazu kontrastiert die junge, vielfach gefeierte und bereits mit namhaften Preisen ausgezeichnete britische Saxophonistin Emma Rawics mit ihrem brandneuen Bandprojekt ‚Cloudwalkers‘. In der literarischen Reihe wird das Schauspielerpaar Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer mit ihrem schon in vielen Häusern gefeierten Bühnenstück ‚Chocolat‘ mit Bandbegleitung in einer Inszenierung von Martin Mühleis zu Gast sein. Die Lesungen des bekannten Autors Raoul Schrott sind immer ein besonderer Leckerbissen. Im bilderhaus wird er gemeinsam mit Wolfgang Muthspiel auftreten, der mit seiner eleganten Verbindung von Jazz, Klassik und europäischer Liedkultur als einer der besten europäischen Gitarristen gilt. In der Klassikreihe bringt uns der Geigenvirtuose Linus Roth auf seiner Stradivari und in Begleitung der spanischen Gitarristin Anabel Montesinos den Zauber der spanischen Klassik in den Gschwender November. Als weiteres Klassikhighlight ist es uns gelungen, mit dem vision string quartet ein weltbekanntes Ensmble für ein Gastspiel im musikwinter zu gewinnen. Und bei Wolfgang Heim kommt im November Spannung auf: Kurz nach den Midterm-Wahlen in den USA wird die ARD-Washingtonkorrespondentin Gudrun Engel bei ihm im bilderhaus auf dem Podium Platz nehmen.
Bühnenaufbau - Mitmacher gesucht!
Für den Bühnenbau in der Gemeindehalle und Kirche benötigt das Bühnenteam des musikwinters dringend Unterstützung durch zwei bis drei Personen, die beim Auf- und Abbau der Bühnen mithelfen möchten. Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bitte im bilderhaus-Büro, per Mail (info@bilderhaus.de) oder telefonisch unter (0 79 72) 7 22 22.
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Editorial
Eigentlich dürfte es den Gschwender musikwinter nicht geben.
Nicht in dieser Form. Nicht über vier Jahrzehnte hinweg. Und schon gar nicht an einem Ort, der auf keiner kulturellen Landkarte der großen Metropolen verzeichnet ist.
Doch genau darin liegt seine Geschichte.
Während Kulturbetrieb heute oft mit urbaner Dichte, großen Häusern und prominenten Adressen verbunden wird, entstand im Schwäbischen Wald ein anderer Ort kultureller Begegnung.
Einer, der nie von Größe lebte, sondern von Ideen. Von Menschen, die überzeugt waren, dass Kunst und Kultur keine Frage des Standortes sind, sondern der Haltung.
Als 1986 aus einer Ausstellung Gschwender Künstlerinnen und Künstler eine Bewegung entstand, konnte niemand ahnen, welche Entwicklung sie nehmen würde. Aus einer lokalen Initiative erwuchs ein Forum, das bald weit über die Region hinausstrahlte. Internationale Künstlerinnen und Künstler fanden den Weg nach Gschwend, renommierte Vortragende bereicherten die Diskussionen, und ein Publikum aus nah und fern machte den musikwinter zu dem, was er bis heute ist: einem Ort des Zuhörens, Nachdenkens und Austausches.
Vieles hat sich seitdem verändert. Die Welt ist schneller geworden, vernetzter, widersprüchlicher, brüchiger. Öffentliche Debatten tönen oft lauter. Der musikwinter hat diese Veränderungen nie ignoriert. Er hat sie aufgegriffen, hinterfragt und begleitet – durch Musik, Literatur, Vorträge und Gespräche. Nicht als Rückzugsort vor der Wirklichkeit, sondern als Ort ihrer reflektierten Betrachtung.
Dass in diesem Jubiläumsjahr mit Jan Garbarek jener Künstler zurückkehrt, der bereits früh musikwinter-Geschichte geschrieben hat, erscheint beinahe wie eine poetische Fußnote der Zeit.
Denn auch der musikwinter lebt von der Verbindung von Erinnerung und Gegenwart: von dem, was bleibt, und dem, was sich immer wieder neu erfindet.
Vierzig Jahre nach seinen Anfängen zeigt der musikwinter, dass kulturelle Strahlkraft nicht von der Größe eines Ortes abhängt. Sondern von der Kraft einer Idee.
Wir freuen uns, mit Ihnen dieses Jubiläum zu feiern – und zugleich den Blick nach vorn zu richten.
Rainer Klein & das bilderhaus-Team
